Intimbereiche
Zwei Frauen, eine Bühne und ein Spiel, das von Liebe, Irrungen und Wirrungen zwischen Frauen und Männern, Ängsten, Sehnsüchten und Träumen handelt. Am Piano Ted Ganger.

Auf der einen Seite der Bühne gewährt Barbara von Johnson als reife Frau humorvoll-augenzwinkernd, bisweilen auch mit nachdenklich-melanchol-ischen Obertönen Einblick in ihren  privaten „Intimbereich“ persönlicher Be- und Erkenntnisse. Mit ihren „verdichteten“ Lebensweisheiten spannt sie den Entwicklungsbogen vom Mädchen zur Frau, legt Zeugnis ab vom komplexen Miteinander zwischen den Geschlechtern und fragt sich bald komisch-heiter, bald tiefgründig-ernst nach dem Sinn des Lebens. Auf der anderen Bühnenseite singt und spielt sich Tatjana E.M. Haider mit Kabarettstücken aus den 20er- bis 50er-Jahren durch verschiedene Frauentypen. Sie verkörpert je nach Bedarf bald das naive Dummchen, bald die laszive Nymphomanin, bald den gefühlskalten Vamp und ist doch stets auf der Suche nach sich selbst.

Im Laufe des Abends nähern die beiden Künstlerinnen ihre „Intimbereiche“ einander Stück für Stück, Gedicht für Gedicht an: Sie greifen zuerst noch zögernd, dann immer deutlicher gegenseitig die Impulse auf, so dass sich allmählich Sprachliches und Gesangliches verschränkt.